Das Empirekleid hat seine Wurzeln in der mondänen Hauptstadt der Mode und Liebe, Paris, und wurde von keiner Geringeren als Josephine de Beauharnais, der Gattin des berühmten französischen Kaisers Napoleon bekannt gemacht. Dieser ersten Trägerin verdankt das Empirekleid auch seinen Namen, da Josephines mächtiger Gatte bestrebt war, ein neues französisches Empire in Europa zu errichten.

Das Empirekleid zeichnet sich vor allem durch seine A-Shilouette aus. Die sehr weit oben angesetzte Taille sitzt direkt unter der Brust, dort ist das Kleid am engsten geschnitten, meist noch durch ein Band betont. Unterhalb dieser hoch oben angesetzten Taille läuft das Kleid weit auseinander, meist in weich und fallend fließenden Stoffbahnen, was im Gesamtbild an einen kegelförmigen Schnitt erinnert, der jeder Figur schmeichelt und der Trägerin eine engelsgleiche Silhouette verleiht. Der Vorteil dieser nicht figurbetonten Passform liegt darin, dass stärker gebaute Frauen durch diesen Schnitt Problemzonen kaschieren und sich feminin in Szene setzen können. Nach wie vor zeichnet sich das Empirkleid durch seine extrem hoch angesetzte Taille direkt unterhalb der Brust aus, dieser Schnitt hat sich in der heutigen Mode auch auf viele T-Shirts, Blusen und Jacken übertragen. Auch die fließende und schmeichelnde Form des Empirekleides hat sich bewährt und zeichnet dieses immer noch aus, doch abgesehen davon ist dieser Klassiker mittlerweile in allen möglichen Variationen zu entdecken, man trägt es als Minikleid, knöchellang, bodenlang, aus Seide oder aus Wolle, aus hauchzartem Chiffon oder aus feinem Musselin.