Latzkleider eignen sich besonders gut für selbstbewusste und “freche” Frauen, die symbolisch “ihren Mann stehen” wollen. Der Ursprung des Latzkleides ist nämlich in der männlichen Arbeiterbekleidung, der Latzhose, zu finden. Diese wurde als Vorbild genommen, das Oberteil des Latzkleides ist dem Latz der Latzhose nachempfunden, die Beine aber wurden in der femininen Variante durch ein Rockteil ersetzt. Somit hat das Latzkleid, einstmals als Latzhose Inbegriff amerikanischer Ländlichkeit und Betulichkeit, längst seinen modischen Siegeszug angetreten und in den weiblichen Kleiderschränken dieser Welt Einzug gehalten. Auch das Latzkleid lässt viel Spielraum für die Kreativität und die Wünsche der Trägerin und ist in den verschiedensten Varianten zu haben. Der Klassiker des Latzkleides besteht aus Jeansstoff, bekannt für derartige Modelle ist vor allem die auf Jeans spezialisierte Firma Levis. Da diese Damenbekleidung jedoch sowohl locker und leger, besonders beliebt im Bereich der Umstandsmode, als auch klassisch-elegant zu erstehen ist, kann man Latzkleider auch in Materialien wie Wollstoffen, Samt oder Satin bewundern und in solcher Ausführung auch zu festlichen Anlässen tragen. Bei den Latzkleidern ist zwischen zwei Gruppen zu unterscheiden. Es gibt die Möglichkeit, ein Latzkleid direkt auf der Haut zu tragen, besonders beliebt ist dies bei klassischen Denimmodellen als Sommerkleid. Entscheidende Faktoren für die Tragweise als Solitär sind sowohl die Außentemperaturen als auch der Sitz des Latzes, natürlich kann bei einem zu tief angesetzten Dekolleté das Latzkleid nicht mehr als Einzelstück getragen werden. Beliebt ist aber ohnehin auch die zweite Möglichkeit, das Kleid mit einem einfarbigen Shirt, einer Bluse, oder, je nach Temperatur und Anlass, einem Rolli zu kombinieren.