Seide gilt als edel, kostbar, besonders und luxuriös. Dies hat sie wohl schon ihrer Herkunft zu verdanken, denn die Seide ist die einzige in der Natur zu findende textile Endlos-Faser, ein linienförmiges Gebilde von nahezu unbegrenzter Länge, das sich textil verarbeiten lässt. Seide wird aus den Konkons der Seidenraupe, der Larve des Seidenspinners, gewonnen.

Reine Seide ist nicht nur optisch ein edles Gewebe, sondern besitzt auch einen angenehmen Tragekomfort, Seide umschmeichelt die Haut zärtlich und sanft. Besonders beliebt aber ist das Seidenkleid in einer ganz einzigartigen Variante, die es zu einem singulären Erlebnis macht: dem Brautkleid. Gerade Brautkleider werden traditionell gerne als Seidenkleider gearbeitet, da der fließend-glänzend zarte Stoff, der in weichen weißen Bahnen den Körper umschmeichelt, die Augen der jungen Braut umso mehr strahlen lässt und der Seidenstoff die zarte Unschuld, die das traditionell weiße Brautkleid verkörpern soll, betont. Das reine Schneeweiß des Brautseidenkleides geht momentan im aktuellen Modetrend eher in ein zartes Cremeweiß oder ein herrliches Champagner über, doch auch diesen Farben steht glänzende Seide optimal zu Gesicht.

Problematisch an Seide ist die Dehnungsunwilligkeit des Gewebes, deswegen sind beim Schnitt eines Seidenkleides Raffinesse und Können gefragt, da sich das Kleid allen Dehnungsversuchen verweigert und optimal auf die Figur der Trägerin abgestimmt sein sollte.

Seidenkleider sind neben der traditionsbewussten Variante des Brautkleides in allen erdenklichen Modellen und Farben erhältlich, das sexy Minikleid ist ebenso beliebt wie die lange und wallende Abendrobe. Auch für einen angesagten Lagen-Look ist Seide höchst geeignet, da die Zartheit des Gewebes sich auch bei mehreren übereinanderliegenden Schichten noch vorteilhaft an die Körperkonturen anschmiegt